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Wer kennt es nicht? Da will man die Optik oder ein Anbauteil von der Waffe abnehmen, schon geht die Schrauberei los – und was kommt am Ende dabei raus? Optik verstellt, im schlimmsten Fall Schiene verkratzt und auf jeden Fall kostbare Zeit verschwendet. Gibt’s da keine Lösung? Doch, von der Kinetic Development Group! Wir stellen Euch heute ein paar ausgewählte Montagen des Unternehmens vor.

Wir haben getestet: KINECT M-LOK Harris Bipod Extended Mount, KINECT MLOK 3 Slot Mount, SIDELOK Aimpoint Micro Absolute Co-Witness und das SIDELOK Modular Scope Mount.

Kinetic Development Group, kurz KDG, ist durch Anbauteile für die FN SCAR bekannt geworden. Das Unternehmen bietet Hinterschäfte, Vorderschäfte, Ladehebel, Sicherungen und Sling-Befestigungen als Upgrade für das Gewehr. Für Schlagzeilen hat KDG gesorgt, als die SIDELOK Montage für das Aimpoint Micro auf den Markt kam. Inzwischen gibt es eine ganze Serie von SIDELOK Montagen und auch KINECT Montagen für das M-LOK System, hier nun unsere bescheidene Auswahl.

KINECT

Unter dem Namen KINECT verbergen sich Montagelösungen speziell für M-LOK Schienen, also an alle Keymod-Benutzer: Hier aufhören zu lesen und später bei SIDELOK wieder einsteigen :).

Die KINECT Montagen von KDG funktionieren so: Das Modul wird zuerst gespannt, indem man seitlich Knöpfe eindrückt. Anschließend in einen oder mehrere M-LOK Slots (je nach Montage) einsetzen. Beim Einsetzen lösen Druckpunkte auf der Innenseite die Federspannung und die Montage wird im Slot/in den Slots verriegelt. Zum Entfernen müssen wieder die seitlichen Knöpfe gedrückt werden.

Funktionieren sollen sie mit allen M-LOK Schienen verschiedenster Hersteller, allerdings garantiert KDG die Funktion nur bei Schienen von 0.80″ bis .150″. Im Klartext heißt das: Bei 99% der Aluminium M-LOK Rails keine Probleme, wer einen Polymer-Vorderschaft hat sollte noch einmal genau prüfen. Wir haben alle Module an mehreren Vorderschäften von Geissele getestet, da gibt es keine Probleme.

Verfügbare Montagen sind: 3 Slot Picatinny, 7 Slot Picatinny, Universal Offset 3 Slot, QD Swivel und Harris Bipod.

Die KINECT M-LOK 3 Slot Montage benötigt einen Slot auf der M-LOK Schiene. Zu bedenken ist, dass man in dem Slot davor oder danach nichts mehr anbringen kann, da die Knöpfe zur Bedienung sonst nicht erreichbar sind bzw. nicht vollständig funktionieren können. Das waren aber auch schon alle Nachteile, die Montage ist in einer Sekunde auf der Schiene und auch genauso schnell wieder runter.

Vorstellbare Anwendungsbeispiele sind z.B. Lampen und Laser für Behörden oder nicht vom Waffenrecht der jeweiligen Länder betroffene Personen, den ATLAS Bipod oder schlicht und einfach Anbauteile wie Griffe, Riemenadapter, die man eben noch auf Picatinny Basis hat und trotzdem auf M-LOK einsetzen möchte.

Die 3 Slot Mount ist 42,8 mm Lang, 20,9 mm Breit und ragt 10,5 mm über der M-LOK Schiene hervor. Das Gewicht beträgt 22,6 Gramm.

Weiter geht es mit der Harris Bipod Montage. Hier werden auf der M-LOK Schiene 2 Slots benötigt – Idealerweise montiert man das Zweibein so weit vorne wie nur möglich.

Verbunden wird die Montage mit dem Zweibein genauso, wie es bei allen anderen Harris-Style Montagen gemacht wird: Der Pin an der Montage wird vom Harris gegriffen und festgeschraubt.

Diese Lösung gefällt uns besonders gut, da so ein Gewehr perfekt für dynamischen Einsatz ohne Zweibein und für statische Arbeit mit Zweibein in Sekunden umgerüstet werden kann. Dabei verliert man nicht den schlanken Griff von M-LOK und hat kein Gramm Gewicht zu viel an der Waffe, solange man es nicht benötigt.

Die Harris Montage ist 95 mm Lang, 20,9 mm Breit und ragt 10,5 mm über die M-LOK Schiene hinaus. Das Gewicht beträgt 51 Gramm. Es passen alle Harris-Style Zweibeine.

SIDELOK

Die SIDELOK Mounts von KDG sind für Reflexvisiere und Zielfernrohre erhältlich. Das Funktionsprinzip ist ähnlich dem KINECT: Die Montage wird über einen Knopf gespannt, dann seitlich auf die Picatinny Schiene gerollt. Klemmbacken fixieren die Montage dann auf der Schiene, wieder ausgelöst durch einen Druckpunkt auf der Innenseite.

Verfügbare Montagen sind: Trijicon RMR Low, Trijicon RMR Absolute Co-Witness, Aimpoint Micro Lower 1/3 Co-Witness, Aimpoint Micro Absolute Co-Witness, Trijicon MRO Lower 1/3 Co-Witness, Picatinny Riser, Aimpoint Patrol Optic/Comp M4 und Modular Scope Mount mit 30mm, 34mm oder 1″ Ringen.

Hier seht Ihr die Aimpoint Micro Absolute Co-Witness Montage auf einem AR15. Mit einer Länge von 71,8 mm ist die Montage recht lang, das stört allerdings nur auf dem Papier: In der Realität macht der Knopf die Länge aus und der ragt ja über die Verbindung von Upper und Vorderschaft hinaus.

Das Visier kann also problemlos am äußersten Rand der Picatinny Rail aufgesetzt werden. Dazu kommt noch ein Vorteil bei der Bauart: Alle Rotpunktmontagen von KDG sind nach vorne versetzt. Man bringt damit also die Optik weiter vom Schützen weg, ohne auf den Vorderschaft bauen zu müssen (nur bei Systemen mit nicht durchgängiger Picatinny Schiene von Relevanz).

Durch die entfallenden Befestigungshebel, die andere Montagen haben, fällt die Breite der Sidelok Mount sehr schlank aus: Es sind gerade mal 27,9 mm. Die Höhe ist entsprechend Absolute Co-Witness 20 mm. Damit sind der Rotpunkt und die Backup Iron Sights genau auf einer Linie. Das Gewicht beträgt 76,5 Gramm.

Der Bedienknopf für die Montage verfügt über eine Sicherung. Drückt man ihn seitlich ein, bewegt sich zwar die Optik, aber die Montage kann nicht von der Waffe genommen werden. Das geht nur, wenn mittig auf den Knopf gedrückt wird, da dort die Sicherung platziert ist.

Aufsetzen oder Abnehmen, kein Problem mit der KDG Montage. Das geht so fix und vor allem mit nur einer Hand, so schnell ist sonst keiner!

Die Montage besteht aus zwei Teilen. Mit dem mitgelieferten Werkzeug hat man schnell die Picatinny Platte von der Montage-Platte gelöst. Nun kann das Rotpunktvisier mit vier Schrauben auf die Platte geschraubt werden. Anschließend wird die Platte auf den Picatinny-Unterbau gesetzt. Dabei helfen zwei Zentrierungspins, damit die Platte immer zu 100% gerade aufgeschraubt werden kann.

Kompatibel ist die Montage übrigens nicht nur mit Aimpoint, sondern auch mit allen anderen Optiken, die die selbe Bodenplatte nutzen, z.B. das Holosun 503 GU (HIER auf SPARTANAT im Review), wie oben zu sehen.

Im Test bewährt sich die Sidelok Montage perfekt. Wir haben sie unzählige Male heruntergenommen und wieder aufgesetzt. Im Training, beim Putzen, wenn andere Optiken von uns getestet werden, kurz: So oft, dass wir nicht nachgezählt haben. Das Ergebnis ist mehr als gut – wir hatten bisher nicht ein einziges Problem mit der Widerholgenauigkeit der Optik. Einmal eingeschossen bleibt die Montage immer 100% Return to Zero, genau wie es der Hersteller verspricht. Getestet wurde mit Kaliber .223, alles darüber hinaus haben wir nicht geprüft.

Die Letzte Montage in unserer Review ist die SIDELIK Modular Scope Mount. Die Funktion ist identisch mit der SIDELOK Montage für das Aimpoint Micro. Spannen, seitlich aufrollen und schon sitzt alles bombenfest.

Der Knopf ist auf Grund der nach vorne verlagerten Montage nicht von vorne erreichbar, daher ragt er ein kleines Stück auf der rechten Seite hervor.

Die Bedienbarkeit geht trotzdem flüssig und schnell, wenn man von oben über die Optik greift. Auch hier wieder daran denken, Sicherungshebel in der Mitte treffen, sonst löst sich nichts.

Die Besonderheit der Modular Optic Mount ist nicht nur das SIDELOK System, sondern auch auswechselbare bzw. versetzbare Ringe.

Sind die oberen Ringhälften abgeschraubt, können auch die unteren Ringe mit zwei Schrauben pro Ring abgenommen werden. Darunter erscheinen Gewindelöcher: Drei Reihen hinten und fünf Reihen vorne. Hier können die Ringe variabel gesetzt werden, damit das Glas optimal eingepasst werden kann.

Zusätzlich bietet das den Vorteil, dass im Nachhinein bei einem Optikwechsel von 30 mm Mittelrohr auf 34 mm oder 1″ nicht die komplette Montage getauscht werden muss, sondern nur neue Ringe erstanden werden müssen. Schont den Geldbeutel und bietet auch jederzeit wieder eine Rückwärtskompatibilität. Zur mittigen Fixierung hat jede untere Ringhälfte zwei Zentrierungspins.

Die oberen Ringhälften sind superflach, ebenso die Ringbreite: 46,9 mm sind sie horizontal gemessen. Die Länge der Modular Optic Mount beträgt 151,8 mm, das Gewicht liegt bei 266 Gramm (30mm Ringe).

Auf dem Gewehr macht die KDG Montage einen schlanken Fuß und kommt objektiv gesehen extrem formschön daher. Das Lösen mit dem seitlichen Hebel erfordert drei-vier Minuten mehr Zeit, bis man es drauf hat, im Vergleich zur Micro Montage. Die Widerholgenauigkeit haben wir, wie bei den anderen KDG Mounts, über einen Zeitraum von sechs Monaten exzessiv getestet, keine Return to Zero Probleme mit Kaliber .223 und auch nicht im Kaliber .308. Alles andere haben wir nicht getestet.

FAZIT: Wenn es schnell gehen muss ist man mit KDG beim richtigen Hersteller angekommen. Egal ob sportlich, taktisch oder reinlich: SIDELOK und KINECT Montagen bieten eine schnelle und saubere Lösung. Ein vorstellbares Szenario wäre zum Beispiel der Einsatz von Mitteldistanz Zielfernrohren, die dann für CQB im urbanen Gebiet schnell gegen ein Rotpunkt getauscht werden müssen. Auch der Einsatz von Waffenlicht und Lasern werden so viel attraktiver, wenn man das M-LOK System verwendet. Der schnelle Anbau der benötigten Ausrüstung kann blitzschnell den Einsatzzweck einer Waffe verändern – vom DMR zum Assaulter quasi. Komplett untaktische Anwender profitieren beim Säubern der Waffe, beim Wechseln von dynamisch auf statisches Schießen und beim Einsatz eines Zweibeins für mehrere Waffen.

Erhältlich sind alle hier erwähnten Montagen von Kinetic Development Group bei Brownells-Deutschland. Die KINECT 3 Slot Mount kostet 66,90, das Aimpoint Micro Mount ist aktuell nur in der Lower 1/3 Version für 192,70€ erhältlich und die Modular Optic Mount bekommt ihr 307,70€.

Brownells im Internet: https://www.brownells-deutschland.de

Kinetic Development Group im Internet: https://kineticdg.com

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