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Nichts ist schöner als die Liebe – außer eine Combat Pant von Arc’teryx LEAF. Die ist nämlich funktionell UND schick. Wir haben sie uns für Euch angesehen.

GREY MAN KONZEPT: Geeignete Hose

Nachdem die ganzen schönen Softshell Hosen wie TALOS, DRAC, GRYPHON und SPHINX aus dem Programm von Arc’teryx verschwunden waren, blieb eigentlich nur noch die Combat Pant übrig. Die ist allerdings in der zweiten Generation mit einer der besten Artikel aus der LEAF Serie.

Warum? Weil Tweave® Durastretch®. Das ist das Zaubermaterial, aus dem sie gefertigt ist. Das in vier Richtungen elastische Material wurde auch schon bei der SPHINX Pant verwendet und hat neben der Elastizität die Eigenschaft hervorragender Abriebschutz. Außerdem ist das Material winddicht, atmungsaktiv, schnelltrocknend und bietet moderaten Nässeschutz. Es besteht zu 91 Prozent aus Nylon und 9 Prozent Spandex.

Arc’teryx hat ein kleines Video zum Test der Materialien herausgebracht, dass deutlich zeigt, wie gut das Material zum Beispiel Klett trotzt:

ITS Tactical hat die Combat Pant ebenfalls getestet und auch ein paar Worte zu Tweave® Durastretch® verfasst, ansehen und lesen lohnt sich.

Die Combat Pant ist, wie die meisten Kleidungsstücke von Arc’teryx, athletisch geschnitten. Die Hose liegt im Hüft- und Gesäßbereich eher enger an, bietet aber noch genügend Platz für lange Unterwäsche. Auf Grund des 4-Way-Stretch und der anatomisch vorgeformten Kniebereiche hat man in ihr eine ungekannte Bewegungsfreiheit in alle Richtungen.

Obwohl die Hose aus der Ferne schon fast wie eine Anzughose wirkt und auch aus der Nähe eher wie eine Kletterhose, bringt sie eine vollwertige Bestückung von zehn Taschen mit sich. Da wären die großräumigen Hosentaschen, die selbst mit Handschuhen genug Platz bieten.An deren Rückwand findet sich auf jeder Seite ein Reißverschluss, der eine ebenso tiefe, etwas engere Tasche beherbergt.Die Ränder der Hosentasche sind im hinteren Bereich gedoppelt und fungieren als Messer/Utility Tasche – ebenfalls beidseitig.Die Gesäßtaschen wurden in die Hose verlegt, man erkennt sie eigentlich nur an den Reißverschlüssen, die bei beiden vorhanden sind.Besonders elegant sind die Cargotaschen an den Oberschenkeln. Diese sind so flach, dass sie auf den ersten Blick überhaupt nicht auffallen.Durch das elastische Material bieten sie ebenfalls ordentlich Platz.Dank eines kleinen Klettpatches auf der Innenseite lässt sich die Cargotasche zu einer Dump Pouch umfunktionieren.Damit kann man die Flappe nach innen legen und am Klett fixieren. So entsteht eine Öffnung, die problemloses Befüllen und Entnehmen ermöglicht.Alle Taschen sind übrigens so angebracht, dass sie mit Kletterausrüstung voll bedienbar sind.

Zur Sicherung der Hose gegen Ungeziefer kann man den Hosenabschluss mit einem elastischen Band festzurren. Durch den Kordelstopper bleibt die Hose an Ort und Stelle und ist gegen Hochrutschen gefeit.

Geschlossen wird die Combat Pant mit einem Druckknopf nebst Reißverschluss.

Die Gürtelschlaufen bieten genügend Platz für einen Riggers Belt oder den Arc’teryx H150 Gürtel (HIER im Review), der sich mit den Kletterbeinschlaufengeschirr IE70 kombinieren lässt.

Die Verarbeitung ist Arc’teryx typisch hochwertig. Während der Industriestandard acht Stiche pro Inch bei Nähten ist, werden hier sechzehn Stiche pro Inch verwendet. Man hat also sowohl beim Material als auch bei der Verarbeitung lange Freude mit der Hose. Die Combat Pant wird in El Salvador gefertigt.

Im Alltag, beim Klettern, auf der Range – im Regen, bei Hitze und Wind – das alles haben wir der Hose in den letzten Monaten zugemutet. Wir waren sehr erstaunt, wie gut das Material arbeitet. Nimmt man die Hose in die Hand sitzt der Schreck erstmal tief. So viel Geld für eine so dünne Hose? Die kann ja nicht warm sein oder lange halten. Irrtum. Bisher hat die Hose bei häufiger Nutzung und mehrmaligem Waschen nicht mal ansatzweise Abnutzungserscheinung. Warm hält sie tatsächlich nicht, aber durch die gute Winddichtigkeit fühlt sich die Combat Pant bei Temperaturen knapp über Null Grad und Wind um Klassen wärmer an, als z.B. eine Jeans.

Was gibt es Negatives? Eigentlich nur zwei Dinge: Die Wahl des Namens und der Geräuschpegel. Eine „Combat“ Pant fürs Gefecht sollte natürlich in irgendeiner Form ansatzweise feuerresistent sein oder zumindest nicht schmelzen. Wir haben es nicht getestet, aber bei einem so hohen Anteil an Kunstfaser wird Schmelzen höchstwahrscheinlich der Fall sein. Die Combat Pant eignet sich eher für den „Kampf“ in alpinem Gelände, würden wir sagen.

Zum Geräuschpegel sei gesagt, dass die Combat Pant nicht leise ist beim Laufen. Sie verhält sich zwar etwas leiser als z.B. die DRAC Pant (Burly Tweave) es getan hat, aber ist auch weit davon entfernt, so lautlos zu sein, wie die Arc’teryx Assault AR Pant (HIER im Review). Man empfindet es allerdings nicht als störend, es sei denn, man achtet explizit darauf.

FAZIT: Wer den Preis nicht scheut, hat mit der Arc’teryx LEAF Combat Pant Gen II eine perfekte Hose für alle Aktivitäten. Sei es beim alpinen Sport, praktischen Schießen oder aber auch einfach nur beim Draußen unterwegs sein – die Hose ist ein zuverlässiger Begleiter, der den Elementen ebenso trotzt, wie dem eigenen Schweiß. Dazu kommt das absolut stimmige Design, wie wir es von Arc’teryx Produkten kennen.

Erhältlich ist die Arc’teryx Combat Pant Gen II in Crocodile, Wolf (Grau) und dem hier gezeigten Schwarz für stolze 330 Euro bei TACWRK Berlin.