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Militärgeschichte
Militärgeschichte:

Was die Donau frei gibt

In Budapest tauchen Kriegsgeschichte und Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg auf: Zwei Soldaten und ein Motorrad wurden aus der Donau geborgen. Ihre Erkennungsmarken sind gut lesbar, was darauf hinweist, dass ihre Todesmeldungen nie gemeldet wurden. Die Überreste sollen auf dem Soldatenfriedhof Budaörs beigesetzt werden.

15/08/2026  Von Redaktion

Eigentlich ist hier der Hafen und die Boote liegen festgemachte. Doch der Wasserstand der Donau ist so niedrig, dass in Budapest die Kriegsgeschichte aus dem Zweiten Weltkrieg auftaucht: Neben einem Motorrad wurden die Leichen zweier Soldaten geborgen. 

Auf dem Flussbett auf Höhe von Budapest befinden sich weitere Relikte: Nach Angaben des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurden zudem zwei Soldaten aus dem schlammigen Flussbett exhumiert. Nach eigenen Angaben entsandte der Volksbund einen Exhumierungsspezialisten nach Budapest, der die Bergung mit Hilfe ungarischer Kollegen durchführte. 

Neben den Überresten der Soldaten, die durch den Schlamm konserviert wurden, wurden auch zahlreiche deutsche Panzerabwehrminen vom Typ Tellermine 35 gefunden. Da der Hafenschlamm am Grund der Donau am Batthyány-Platz mit Gasöl vermischt ist, hat er ideale Bedingungen für die Erhaltung von Wracks und menschlichen Überresten geschaffen. Der Umbettungsspezialist erklärte laut dem Volksbund, dass der Schlamm dank dieses Erdölprodukts auch die Erkennungsmarken außergewöhnlich gut erhalten habe, sodass Buchstaben und Zahlen noch deutlich lesbar sind.

Die Soldaten aus der Donau

Die Erkennungsmarken dienten damals als Ausweis der Soldaten. Jeder Soldat trug eine Marke in doppelter Ausführung bei sich. Im Todesfall wurde eine Hälfte an die Informationsstelle der Wehrmacht geschickt, die dann die Angehörigen benachrichtigen konnte. Bei den aus der Donau geborgenen Soldaten sind ihre Erkennungsmarken laut Volksbund noch vollständig lesbar. Beide Hälften sind noch zusammen, was bedeutet, dass die Meldung über ihren Tod nie in Berlin eingegangen ist.

Nach der Untersuchung sollen die Soldaten auf dem Soldatenfriedhof Budaörs am Stadtrand von Budapest beigesetzt werden. Das Motorrad wurde von Mitarbeitern des Instituts und Museums für Militärgeschichte geborgen. Sie gehen davon aus, dass es sich um ein Modell DKW NZ 350-1 handelt, das damals als besonders robust und zuverlässig galt, so der Volksbund. Außerdem wurden eine militärische Auszeichnung aus dem Zweiten Weltkrieg und ein Benzinkanister geborgen. Alle Überreste lagen rund 80 Jahre lang auf dem Grund der Donau.

VOLKSBUND online 

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