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Veranstaltungen
PROTAC 360° und TacSurv:

Tatwaffe Messer – lebensrettende Erstmaßnahmen

Im November fand in Klagenfurt ein Seminar zu lebensrettenden Erstmaßnahmen bei Stich- und Schnittverletzungen statt, geleitet von Mario Nowak von TacSurv. Teilnehmer unterschiedlicher Berufsgruppen erhielten praxisnahe Schulungen zur Vermeidung von Messerangriffen und zur Blutungskontrolle. Das Seminar bot wertvolle Grundlagen für die Selbstverteidigung.

22/12/2025  Von Redaktion

Ende November fand in Klagenfurt das Grundlagenseminar „Tatwaffe Messer – lebensrettende Erstmaßnahmen bei Stich- und Schnittverletzungen“ statt. PROTAC 360°, ein lokaler Anbieter professionellen Sicherheitstrainings für Selbstschutz, Nahkampf und taktische Verteidigung, hatte Mario Nowak, Fortbilder der deutschen Tactical Survival Concepts GmbH (kurz: TacSurv) eingeladen, um die Inhalte des Trainingskurses zu vermitteln.

Nowak ist auch der Autor des SPARTANAT Black Books 16 „Das Messer – die längst alltägliche Bedrohung“. Viele der Ausführungen seines Buches fanden dementsprechend auch Eingang in das Training.

Der Teilnehmerkreis umfasste unterschiedlichste Berufsgruppen, angefangen bei Mitarbeiterinnen aus dem Gesundheitswesen, über Landwirte und Jäger, bis hin zum Polizeibeamten. Was alle einte, war die Besorgnis über die steigende Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft und der dringende Wunsch, im Notfall nicht zum hilflosen Opfer degradiert zu werden.

Im Bereich der Selbstverteidigung und des waffenlosen Nahkampfes hätte Nowak den Teilnehmenden vermutlich nicht viel Neues vermitteln können, werden sie doch seit Jahren von Dominik Rab, dem Inhaber von PROTAC 360°, ausgebildet. Er verfügt über ein klar strukturiertes und praxisorientiertes Trainingsfeld, um seinen Kunden wirksamen und realen Selbstschutz zu vermitteln.

In diesem Seminar drehte sich daher alles um

  1. die Vermeidung einer möglichen Konfrontation mit einem Messertäter und um
  2. die notfallmedizinische Erstversorgung von Stich- und Schnittverletzungen, sollte es doch zum Äußersten kommen. 

Um das Thema „Messergewalt“ für die Trainierenden greifbarer zu machen, konfrontierte Nowak sie mit den Erkenntnissen einer Studie des österreichischen Instituts für Konfliktforschung. Dieses hatte im Zeitraum zwischen 2010 und 2020 rund 750 Morde und Mordversuche an Frauen untersucht. Der Studie zufolge hatten über 40 % der Täter bei der Tatausführung Hieb- oder Stichwaffen eingesetzt. Messer sind in unserem Umfeld allgegenwärtig und dementsprechend für Täter leicht zugänglich, häufig auch im Affekt.

Seiner Devise folgend, dass Selbstverteidigung im Kopf beginnt, eröffnete Nowak den Trainingstag daher mit Ausführungen zur situativen Aufmerksamkeit und machte die Teilnehmer mit nützlichen Tools wie der Risikogleichung und Cooper’s Color Code bekannt. Da sich im Auditorium auch Waffenträger befanden, wurde kurz das Thema „Ballistik“ angesprochen und mit dem Mythos „Mannstoppwirkung“ aufgeräumt.

Und dann ging es auch schon ans Eingemachte! Nach Vermittlung der Grundsätze der taktischen Ersten Hilfe, konzentrierte sich der verbleibende Seminartag auf praktische (Partner-)Übungen mit den Schwerpunkten Stoppen lebensbedrohlicher Blutungen der Extremitäten und des Halses, sowie des überlebenswichtigen Wärmeerhalts. Zur Anwendung kamen sowohl Tourniquet und Notverband, als auch improvisierte Materialien zur Blutungskontrolle. Nicht zuletzt wurden die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Rettungsdecke thematisiert und praktisch geübt.

Am Ende des Trainingstages waren sich die Teilnehmenden einig darüber, dass ihnen, komprimiert und gut verständlich, die notwendigen Grundlagen zur Blutungskontrolle unter taktischen Aspekten vermittelt worden waren. Einig war man sich aber auch in der Erkenntnis, dass dieser Tageskurs nur der Anfang gewesen sein kann. Es ist zukünftig jeder individuell gefordert, das erworbene Wissen und die erlernten Handlungsabläufe durch ständiges Üben zu verfestigen und krisenfest abzuspeichern.

Aufgrund des positiven Feedbacks werden PROTAC 360° und TacSurv im Jahr 2026 den Teilnehmerkreis nicht nur auf Zivilisten beschränken, sondern auch Trainings speziell für behördliche Zielgruppen anbieten.

Wer Seminare zum Thema Selbstschutz gegen Messer buchen will: Anfragen über TacSurv.

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