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Rheinmetall hat den Auftrag erhalten, weitere Radschützenpanzer Schakal für die Bundeswehr und die Königlich Niederländische Landmacht zu liefern. Der Schakal vereint Modularität, Mobilität, Schutz und Feuerkraft. Das OCCAR-Programm stärkt die europäische Verteidigungsindustrie und sichert qualifizierte Arbeitsplätze.
RHEINMETALL hat erneut einen bedeutenden Auftrag im Bereich der 8x8-Gefechtsfahrzeuge erhalten. So hat die europäische Rüstungsagentur OCCAR (Organisation Conjointe de Coopération en Matière d’Armement) die Artec GmbH damit beauftragt, weitere Radschützenpanzer Schakal für die deutschen und die niederländischen Streitkräfte zu liefern – 35 für die Bundeswehr und 34 für die Königlich Niederländische Landmacht. Die Artec GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen von Rheinmetall und KNDS Deutschland, ist Hauptauftragnehmer für den Boxer. Rheinmetall leistet als wesentlicher Industriepartner einen bedeutenden Beitrag zur Umsetzung des Programms. Für den Düsseldorfer Technologiekonzern verbindet sich mit beiden Optionsauslösungen ein Auftragswert im mittleren dreistelligen MioEUR-Bereich. Die Fahrzeuge sollen nach derzeitiger Planung zwischen Mai 2032 und November 2033 ausgeliefert werden.
Am 24. Juni 2026 hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Auslösung eines ersten Teils der vertraglich vereinbarten Optionen für den Radschützenpanzer Schakal gebilligt. Der im Oktober 2025 erteilte Hauptauftrag umfasst bereits 222 Radschützenpanzer und sieht eine Option für bis zu 200 weitere Schakale vor. Mit der jetzt erfolgten ersten Optionsauslösung erhöht sich die Anzahl der auszuliefernden Radschützenpanzer Schakal auf insgesamt 291.
„Die Aktivierung weiterer Optionen für den Schakal bestätigt das Vertrauen unserer Kunden in dieses hochmoderne System“, so Dr. Björn Bernhard, Leiter der Reinmetall-Division Vehicle Systems. „Weiterhin schafft sie zusätzliche Planungssicherheit für uns als Industrie und unsere Zulieferer. Gemeinsam mit unseren Partnern leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der europäischen Landstreitkräfte und zur Stärkung der industriellen Leistungsfähigkeit in Europa.“
Der Radschützenpanzer Schakal kombiniert das Fahrgestell des Radpanzers Boxer mit dem Turm des Schützenpanzers Puma. Hierdurch vereint er in höchstem Maße Modularität, Mobilität, Schutz und Feuerkraft. Die Mittleren Kräfte werden somit befähigt, in kürzester Zeit große Distanzen eigenbeweglich überwinden zu können. Das System verfügt über moderne Feuerleittechnik, digitale Vernetzung und hohe Schutzwirkung und ermöglicht die Mitführung einer voll ausgestatteten Grenadiergruppe. Als Hauptbewaffnung dient die MK 30-2/ABM Maschinenkanone von Rheinmetall. Diese wird ergänzt durch den Panzerabwehrlenkflugkörper MELLS. Damit lassen sich in dynamischen Gefechten unterschiedlichste Ziele wirkungsvoll bekämpfen. Da der Schakal Teil der Boxer-Familie ist, reduzieren sich Ausbildungs-, Logistik- und Lebenswegkosten.
Das deutsch-niederländische OCCAR-Programm unterstreicht die Leistungsfähigkeit europäischer Rüstungskooperation und stärkt zugleich die europäische Verteidigungsindustrie gegen ausländische Konkurrenz im Bereich der 8x8-Fahrzeuge. Auch die deutsche Landsystemindustrie profitiert davon. So erfolgt die Produktion zentraler Baugruppen und Komponenten an deutschen Standorten von Rheinmetall, KNDS Deutschland, MTU, Hensoldt und vieler weiterer kleiner- und mittelständischer Champions im nationalen Rüstungsbereich. Das Programm stärkt die industrielle Basis und sichert langfristig hochqualifizierte Arbeitsplätze. Die deutsche Industrie hat im Falle einer Beauftragung des Boxer-Großprogramms „Arminius“ eine deutlich beschleunigte Lieferung der optional bestellten Fahrzeuge zugesichert.
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