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BÜCHER:

Im Kampf um die Stadt

In „Krieg zu Hause“ beleuchtet Julian Werner die Bedeutung urbaner Räume im Krieg. Er diskutiert historisch, persönlich und handwerklich, wie Städte als Knotenpunkte von Macht, Wirtschaft und Gewalt fungieren. Das Buch regt zum Nachdenken über die Herausforderungen urbaner Kämpfe und die Menschlichkeit in militärischen Konflikten an.

20/05/2026  Von Redaktion

Stadtluft macht frei. Mag schon sein, aber da ist noch etwas anderes: Troja, Karthago, Rom, Lenin- und Stalingrad, Dresden, Berlin und Gaza. Die Stadt verliert jedesmal Luft, weil sie zieht  den Krieg auch an, denn sie ist ein Knotenpunkt: Wirtschaft, Macht, Menschen. Wer die Hauptstadt hat, besitzt das Land. Wer eine reiche Stadt erobert, kann sie plündern. Wer den Verkehr beherrschen will, besetzt den Ort, wo sich die Wege schneiden. 

Kriegerisch denken ist heute eine Seltenheit. Mann muss es erst wieder erklären. Das Ende der Geschichte brachte Friede, Freude, Eierkuchen, dachten so viele. Umso größer ist der Schock, der sich seit 1989 in Wellen ausbreitet, wenn Konflikte wieder kriegerisch ausgetragen werden. Im Mittelpunkt häufig; die Stadt. Julian Werner will mit „Krieg zu Hause“ ganz bewusst ein Erklärbuch liefern. Das kommt auf mehreren Ebenen daher: Historisch, persönlich und handwerklich. 

Die historische Ebene fasst die ganze Geschichte und stellt die Stadt als Ort der Menschen in den Mittelpunkt. Seinem freundlichen „Wir müssen die Stadt für die Menschen bewahren“ steht ein pragmatisches „Erobern wir sie“ entgegen, das mit dem ganzen Zynismus des Krieges kommt. Freilich war die Einnahme der Stadt in den seltensten Fällen ihre Vernichtung, denn man nimmt sie, weil man sie braucht. Werners Buch kommt dabei unerwartet persönlich daher: Traumata der Vertreibung, Erlebnisse im Einsatz, die Stadt ist immer da. Und sei es, dass der junge EGB Fallschirmjäger im Sprung zum Sturm an einem Fenster der Stadt hängen bleibt. Mit dabei das: das Handwerk. Können wir darüber reden? Wie erobert oder verteidigt man eine Stadt? Was tun Soldaten? Und was heißt das für uns, deren Städte so offen da liegen, in Ländern ohne Grenzen? 

Julian Werner, der inzwischen am CISS forscht, liefert ein spannendes Buch, das wichtige Fragen aufwirft und sich militärischen Problemen mit Menschlichkeit nähert. Man bekommt einiges gut erklärt, anderes stößt zum Nachdenken an. Klar bleibt: Urbane Kämpfe gehören wieder zur Zukunft. Gerade deswegen: es lohnt sich dieses Buch zu lesen. 

„Krieg zu Hause“ von Julian Werner, Mittler im Maximilian Verlag, München 2026, 250 Seiten – HIER bei uns im SPARTANAT Shop erhältlich

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