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Im Interview erläutert SKOGAMOR, ein deutscher Hersteller von Breaching-Werkzeugen, warum er eigene Tools entwickelte. Er betont die Bedeutung von Innovation und maßgeschneiderter Anpassung für die Einsatzkräfte. Die Produkte sind exklusiv für Behörden und beinhalten auch spezielle Ablenkungstechnik, die nicht öffentlich zugänglich ist.
„Mach nie die Tür auf“, tönt es im Lied der EAV. Aber was, wenn der vor der Tür trotzdem hinein will bzw. muss? Da muss dann einen Breacher her, der mit seinen spezialisierten Werkzeugen die Tür öffnet. SKOGAMOR aus Deutschland stellt Breaching-Werkzeuge her und er weiß, was er da produziert, da er selbst als Breacher tätig war. Wir haben ihn zum Interview gebeten:
SPARTANAT: Welche Tür ist schuld, dass du dein eigenes Breacher Werkzeug herstellen musst?

SKOGAMOR: Es war noch nicht mal so sehr eine spezielle Tür, die der Auslöser war. In meiner Dienstzeit kam es öfter vor, dass man zwei Tools hatte, die beide nicht unbedingt schlecht waren, jedoch hätte ich mir gern die Vorteile beider in einem Tool vereint gewünscht. Ein Beispiel hierfür war ein Brecheisen. Der Teleskopstab von dem Einen war super, dafür war die Hebelfläche ziemlich unbrauchbar. Das andere Brecheisen hatte eine super Hebelfläche, aber kein Teleskopstab. Das war einer der Momente, in denen ich darüber nachgedacht habe, selbst Zugangswerkzeug herzustellen. Aber es sollte noch lange dauern, bis auf diese Ideen Taten folgten.
SPARTANAT: Gibt es ein Tool, das alle Türen öffnet bzw. wie viele Tools braucht ein Breacher?

SKOGAMOR: Das lässt sich leider nicht so pauschal beantworten, da jedes Tool seine eigenen Szenarien hat für seine Anwendung. Dann kommt noch hinzu, bin ich im polizeilichen oder militärischen Kontext unterwegs, aber im polizeilichen Kontext kann gesagt werden, mit einem LUKAS-Akkuspreizer und einer Breaching-Flinte kommt man sehr weit. Ins Detail kann ich hier bedauerlicherweise nicht gehen.
SPARTANAT: Hinter verschlossener Tür gefragt: Was macht deine Tools besser als die deine Mitbewerber?

SKOGAMOR: Es ist gar nicht so sehr, dass wir immer etwas besser machen, eine Ramme wird immer eine Ramme bleiben. Unser Punkt ist, wir gehen oft einen anderen Weg und verfolgen für den Anwender ein gewisses Ziel durch Innovationen. Unsere Tools sollen einfach in der Anwendung sein und sie sollen nach Möglichkeit immer funktionieren, am besten bis in alle Ewigkeit. Denn in laufenden Einsatzlagen, kann ein Werkzeug, dass versagt, erhebliche Probleme bereiten und Gefahren für die Kräfte an der Tür mit sich bringen.
Ein weiterer, mir besonders wichtiger Unterschied, der uns abgrenzt zu anderen: Wir können das Tool maßgeschneidert auf den Kunden anpassen, niemand muss bei uns etwas von der Stange kaufen. Diesen Service können wir regelmäßig ohne oder mit geringem Aufpreis anbieten. Erinnern wir uns an das Beispiel mit dem Brecheisen von oben, das war mir sehr wichtig, wir wollen für den Anwender das bestmögliche Tool bauen, damit er seine Aufgabe bestmöglich erfüllen kann.
SPARTANAT: Übrigens, du hast einen speziellen Namen, was willst du uns mit SKOGAMOR sagen?

SKOGAMOR: Dafür müssen wir noch einmal nach oben springen, ich hatte im Laufe der Zeit sehr viele Ideen, jedoch war das Bestreben nicht so vorhanden oder der richtige Zeitpunkt gekommen, um all das umzusetzen.
Dann kam vor ein paar Jahren eine Zeit, wo das Leben schwierig wurde, wenn man gewisse Ansichten hatte oder Entscheidungen für sich selbst getroffen hatte. Das führte dazu, dass meine aktive Zeit endete und meine Frau mich darin bestärkte diese Ideen umzusetzen. Dieser ganze Lebensstil und die Leidenschaft für die Sache prägt einen sehr und verschwindet nicht, sie wird bis zum Ende ein Teil von mir sein.
So gründet sie die Firma und ich setze meine Ideen um. Ich war der kreative Kopf des Ganzen.
Nun musste ein Name her. Durch Zufall stieß ich auf den Begriff Skogamor. Dieser bezieht sich auf die Zeit, die ich oben beschrieben habe. Skogamor kommt aus dem nordischen und heißt übersetzt „Geächteter“, das passte sehr gut zu den Umständen und die Firma SKOGAMOR TACTICAL SOLUTIONS war geboren. Weitere Interpretationen überlasse ich dem Leser.
SPARTANAT: Anwender orientiert gefragt: Wer soll deine Tools verwenden?

SKOGAMOR: Unsere Tools sind ausschließlich Behörden vorbehalten und können auch nur von diesen gekauft werden. Zudem haben wir auch sogenannte Ablenkungstechnik im Angebot, die öffentlich auch nicht zu finden ist und wo der Katalog nur bei Anfragen von Behörden versendet wird. Das hat den Hintergrund, dass wir den Vorteil, den dieses spezielle Zubehör hat, nicht veröffentlichen wollen. Denn das Gegenüber zur Polizei liest ebenfalls mit.
SKOGAMOR TACTICAL SOLUTIONS online
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