Hol Dir den wöchentlichen SPARTANAT-Newsletter.
Dein Bonus: das gratis E-Book von SPARTANAT.

Ein Brand bei der Firma B&T in Thun, mutmaßlich ein Terroranschlag im Kontext der Unruhen in Frankreich, führte zu einem großen Sachschaden. Die Polizei ermittelt, während ein Video von vermeintlichen Tätern im Internet kursiert. Firmenchef Karl Brügger widerspricht Vorwürfen und betont die Standhaftigkeit des Unternehmens.
Dieses Feuer kann man nicht übersehen. Der Rauch steht am Morgen über Thun, getroffen hat es in der Nacht auf Donnerstag B&T. Die Firma ist bei einem Brand vollständig ausgebrannt. Es gab keine Verletzte. es wurde aber auch kein Täter gefasst. Der Schaden wird auf 12 bis 20 Millionen Franken geschätzt. Das Feuer war ein Terroranschlag, die Bekennung deutet zu den Unruhen in Frankreich. B&T habe man angegriffen, weil sie den Gummigeschosswerfer für die französische Polizei fertigen.
Firmenchef Karl Brügger hat gegenüber dem Schweizer Magazin BLICK CH Stellung genommen: „Es sieht aus wie im Krieg“, meint er. Brügger geht von einem Schaden von 12 bis 20 Millionen Franken aus. „Wir sind zum Glück versichert. Unsere Existenz ist nicht gefährdet.“

Im Internet verbreitet sich ein Video, das mutmassliche Täter bei der Tat zeigen soll. Darauf sind dunkel gekleidete Personen zu sehen, die sich durch ein Gebüsch bewegen, einen Brandsatz entzünden und auf einen Unterstand mit Holzpaletten werfen. Von dort soll sich das Feuer auf das Firmengebäude ausgebreitet haben. Die Aufnahmen werden als mögliches Bekennervideo verbreitet. Sie kursieren unter anderem in französischsprachigen anarchistischen Kreisen und wurden auch von Instagram-Konten aus dem linksradikalen Umfeld in Bern geteilt.
Ein Video mit einem Bekennerschreiben lässt keinen Zweifel: Es handelt sich tatsächlich um eine gezielte Aktion aus Solidarität mit der sozialen Bewegung. Zum Son „We Didn’t Start the Fire“ von Billy Joel sieht man eine Flut aus bunten Bildern, Flammen, Anspielungen auf Popkultur und Ausschnitten von Polizeigewalt und verletzten. Klein und mittendrin die Aufnahmen der Täter bei der Annäherung und wie sie Molotow-Cocktails werfen. Dazu die Botschaft „Swiss, France, Germany, in the street with Gen Z“. Der Slogan „Fuck LBD“ oder „LL06“, der andere Name des 40mm Werfers, erscheint blinkend.

Ob das Video authentisch ist, steht bislang nicht fest, so die Kantonspolizei Bern. Zu möglichen Tatverdächtigen und zur Schadenshöhe macht sie derzeit keine weiteren Angaben. Die Ermittlungen würden in alle Richtungen geführt; Brandstiftung stehe dabei im Vordergrund. Jenseits dieses polizeilichen Geredes gibt es wenig Zweifel an der Tätergruppe. B&T ist auch nur die Spitze eines Eisberges an Sabotageaktionen gegen Rüstungsfirmen: ELBIT in Deutschland, Schweiz und England, Brandanschlag auf den Konzern Rohde & Schwarz in München, ein Anschlag gegen das Stromnetz in Berlin mit Ziel eines Rüstungsclusters, brennende Bundeswehr LKWs in der deutschen Provinz.
Das mögliches Motiv wird im Video deutlich genannt: der Gummigeschoss-Werfer LBD 40 von B&T. Im Jahr 2019 hatte die Bewegung der „Gilets Jaunes“ bereits zu einer Blockade des Unternehmens aufgerufen. Brügger weist die im Video erhobenen Vorwürfe zurück, dass sie für unverhältnismäßige Verletzungen sorge. Seiner Darstellung nach verwendet die französische Polizei nicht die passende Munition für den LBD 40. Die Patronen beziehe sie zudem nicht von B&T, sondern vom französischen Hersteller Alsetex.

B&T liefert Ausrüstung an Polizeikorps in der Schweiz und anderen europäischen Ländern. in seiner Botschaft an die mutmasslichen Täter erklärt Firmenchef Karl Brügger, weder die Zerstörung des Gebäudes und von Maschinen noch finanzielle Verluste oder Drohungen würden das Unternehmen und die Branche zum Aufgeben bewegen. Einschüchtern lassen werde man sich nicht.
Die Stellungnahme der B&T AG zum Brandschlag – HIER auf SPARTANAT
B&T online
SPARTANAT ist das Online-Magazin für Military News, Tactical Life, Gear & Reviews.
Schickt uns eure News: [email protected]
Werbung
Hol Dir den wöchentlichen SPARTANAT-Newsletter.
Dein Bonus: das gratis E-Book von SPARTANAT.