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Waffen
US Special Forces:

HICAR – Alles für die „Lethality“

Das US Special Operations Command (USSOCOM) entwickelt das Programm „Hypervelocity Improved Carbine“ (HICAR) zur Verbesserung des M4A1 unter Verwendung von 5,56-mm-Munition. Das neue Sturmgewehr soll leicht, robust und präzise sein, mit einer Lebensdauer von bis zu 20.000 Schuss, in verschiedenen Umgebungen voll funktionsfähig bleiben und ohne irreversible Modifikationen zum M4A1 passen.

27/05/2026  Von Redaktion

In Amerika ist alles größer. Und schneller. Und weiter. Und überhaupt: mit dem NATO Standard, hat man das Gefühl haben sie es nicht mehr so. Zuerst das NGSW Programm miz 6,8 x 51 und den neuen Sturmgewehren M7 und nun XM8. Und jetzt das: Das US Special Operations Command (USSOCOM) hat eine Ausschreibung veröffentlicht, die eine Waffe einfordert, die das aktuelle M4A1 URG-I ersetzen soll. Spannend dabei: die Vorgabe ist, mit 5,56-mm-Munition auf Entfernungen von 600 Metern und mehr effektiv zu feuern. Zu sehen ist das auf der Beschaffungsplattform SAM.gov. Das Ziel sei, Fortschritte in der Materialwissenschaft und im Waffendesign zu integrieren, um dem Militär ein technisch fortschrittlicheres individuelles Waffensystem zur Verfügung zu stellen.

„Hypervelocity Improved Carbine“ (HICAR) heißt das Programm. Es umfasst die Entwicklung eines verbesserten Karabiners, der sowohl bestehende 5,56-NATO-Munition als auch zukünftige 5,56×45-mm-Hypervelocity-Geschosse abfeuern kann. Das Design soll die Zuverlässigkeit, Haltbarkeit und Lebensdauer der Waffe bei der Verwendung solcher Munition gewährleisten.

Hauptmerkmale des HICAR

Das neue Sturmgewehr muss mit 5,56×45-mm-Geschossen kompatibel sein und sich ohne irreversible Modifikationen an den M4A1-Unterbau montieren und betreiben lassen, das heißt, man will einen Upper, der einfach aufgesteckt werden kann. 

Das HICAR muss mit M855A1-, Mk262- und M855A1+-Hypervelocity-Munition mit Drücken von bis zu 82 kpsi sowie mit zukünftigen Hypervelocity-Munitionstypen feuern und funktionieren. Der Lauf muss 11 bis 12 Zoll lang sein, gemessen von der offenen Mündung bis zur Verschlussfläche. Das HICAR muss den Schalldämpfer HUXWRX Flow 556k L in der Black-Magic-Version verwenden, um die Signatur zu verringern, bis Anforderungen für einen optimierten Schalldämpfer festgelegt sind. Die Genauigkeit darf beim Schießen ohne Schalldämpfer nicht schlechter als eine Winkelminute (1 MOA) sein. Eine Genauigkeit von 0,5 MOA wird bevorzugt.

Das Gewicht ohne Munition und ohne Schalldämpfer darf 8 Pfund (3,63 kg) nicht überschreiten, vorzugsweise 6,5 Pfund (2,95 kg). Die Länge, gemessen vom Ende des Schaftrohrs bis zum Ende der Mündungsvorrichtung, darf 31 Zoll nicht überschreiten, vorzugsweise 28 Zoll. Die Lebensdauer des Laufs muss mindestens 8.000 Schuss, vorzugsweise bis zu 20.000 Schuss M855A1+-Munition betragen. Die Waffe muss in allen Umgebungen bei Temperaturen zwischen -40 °C und 73,9 °C voll funktionsfähig bleiben.

Wird der Prototyp außerhalb der Vereinigten Staaten hergestellt, muss der Entwickler vor Vertragsabschluss einen Industrialisierungsplan für die Produktion des HICAR in den Vereinigten Staaten vorlegen. Gemäß diesem Plan werden ausgewählte Lieferanten eingeladen, ihre Produkte im September 2026 vorzustellen und zu demonstrieren.

Die Ausschreibung ist wohl auch als direkte Kritik am NGSW Programm zu verstehen. Auch wenn ab Oktober mit XM8, die leichtere Karabiner-Version an die Verbände ausgegeben wird, glaubt man bei den Spezialkräften nicht an das Konzept von SIG SAUER. Dass man das bestehende M4 mit einem Upper revolutioniert mit optimierten Läufen und Verschlüssen und so eine leichte Waffe erhält, die eine Arbeitsreichweite von über 600 Metern hat ist schon beachtlich, vor allem, weil das nur mit Hypervelocity-Munition funktioniert. Spannend ist das HICAR Programm auch für die reguläre Armee: immerhin haben die allemal bis zu 700.000 M4A1 in ihren Depots. 

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