Nun sind wir bereits in der siebenten Generation des Foretrex von Garmin angelangt. Kein Wunder, dieses kleine GPS-Gerät erfreut sich höchster Beliebtheit beim Militär auf Grund der Größe, Robustheit, Bedienbarkeit und Laufleistung. Seit dem Garmin Foretrex 601 gibt es auch eine Erweiterung mit Ballistik-Kalkulator, die auch für das heute vorgestellte 701 verfügbar ist.

Zuerst ein Übersichtsvideo des Herstellers:

 

Direkt nach dem Start des Gerätes und dem Garmin Logo taucht das Logo von Applied Ballistics auf. Dieses Unternehmen ist verantwortlich für den ballistischen Part auf dem Garmin Gerät. Jäger und Scharfschützen sind die Zielgruppe für diese Anwendung, da geht es darum das Blei treffgenau ins Ziel zu bekommen und Faktoren wie Entfernung, Wind, Geschoßgewicht zu beachten. Alle diese Daten führt das Programm zusammen, effizient und schnell.

Hier kann nun ein Profil mit dem Geschossgewicht und anderen spezifischen Daten erstellt werden. Das folgende Video zeigt Euch kurz wie das geht:

Zusätzlich gibt es noch eine Entfernungskarte, die das schnelle Verstellen ermöglicht:

Das Foretrex 701 ist zwar deutsch, doch die Ballistik Software ist Englisch. Trotzdem kann man Entfernungsangaben in Metern machen und ist nicht auf die amerikanischen Maßeinheiten beschränkt.

Das Gerät ist so populär beim Militär, dass sich Hersteller wie Troy oder Mission First Tactical etwas einfallen lassen haben, um das Foretrex direkt mit der Waffe zu verbinden. So ist ein schneller Blick auf das GPS möglich, ohne die Unterstützungshand von der Waffe zu nehmen.

Im Lieferumfang sind zwei Armbänder enthalten: Eines aus elastischem Material und eines aus Gurtband.

Damit lässt sich das Gerät am Handgelenk …

… oder am Schaft des Gewehrs tragen.

Bedient wird über fünf Knöpfe auf der Seite. Das geht problemlos auch am Handgelenk.

Die Foretrex Serie bzw. explizit das Foretrex 701 entspricht dem Militärstandard MIL-STD-810G in Bezug auf Wärmebelastung, Stoßfestigkeit und Wasserbeständigkeit.

Betrieben wird das Foretrex mit zwei Triple A Batterien, die im GPS Modus 48 Stunden Saft liefern. Im UltraTrac Modus halten die Batterien sieben Tage und als reine Uhr betrieben sogar einen ganzen Monat. Triple A ist natürlich großartig, weil günstig und überall verfügbar.

Das Gehäuse wird Garmin-typisch mit einem Drehverschluss bedient. Auf der Innenseite findet man neben den Batterien auch den USB Anschluss zur Datenübertragung.

Die Positionierung bzw. Kommunikation mit Satelliten kann dreifach – via GPS, GLONASS und Galileo Satellitensystem – bestimmt werden. Dadurch hat man eine bessere Ortung an schwierigeren Umgebungen als bei einem reinen GPS System. Ein 3-Achsen Kompass und Beschleunigungsmesser, Kompass und barometrischer Höhenmesser gehören ebenso zur Ausstattung wie moderne Verbindung zu Smart-Geräten. Damit kann man demnach auch Emails, SMS und Alarme empfangen.

Hier nochmal alle Details (HIER klicken für große Ansicht):

Wie schon erwähnt, lässt sich dieses Foretrex auch mit dem Computer verbinden.

Dazu benötigt Ihr die Software „Garmin “. Anschließen, Gerät hinzufügen, fertig. Schon könnt Ihr Software Updates machen und Euch mit Garmin Connect verbinden.

Bei Connect stehen Euch alle modernen Trainingsoptionen und Verbindungen für soziale Netzwerke zur Verfügung.

Die Basiskarte ist sehr spartanisch. Trotzdem kann man mit ihr am Computer Tracks und Wegpunkte erstellen und diese auf das Gerät übertragen. Das geht natürlich auch in die andere Richtung. Das ist auch die militärische Nützlichkeit des Fortrex, den Vormarsch dokumentieren, Rückzug auf bestimmte Positionen indem man die dokumentierten Wegpunkte mit GPS-Orientierung anläuft.

Für die Orientierung benötigt ihr die kostenlose Software „Basecamp“, ein Tutorial gibt’s auch:

Wir haben das Foretrex nun eine ganze Weile in der Erprobung und finden es, wie die Vorgänger auch, durchaus gelungen. Jetzt stellt sich natürlich der ein oder andere die Frage, warum man soviel Geld für ein GPS-System in dieser Größe ausgeben sollte, wenn man für etwas mehr eine Uhr von Garmin bekommt, die „augenscheinlich“ mehr kann und das auch noch mit einem Farbdisplay.

Das kommt ganz auf die Anwendung an. Vergleicht man das Foretrex 701 mit der Garmin Tactics Charlie (HIER die Details), hat man mit dem Foretrex schon einige Vorteile, die die Uhr nicht bietet, spezielle für den militärischen Einsatz:

  • Wechselbare Batterien anstatt Akku
  • Doppelte Laufzeit im GPS Modus
  •  Zusätzlich Galileo Satellitensystem
  •  Ballistik Kalkulator

Also ganz klar das bessere Gerät für den Einsatz. Wer keinen Kalkulator benötigt, in guter GPS Abdeckung unterwegs ist und mit der Aufladezeit des Akkus leben kann, fährt mit der Tactics oder zivilen oder früheren Garmin Modellen besser.

FAZIT: Das Foretrex 701 bietet Navigation, Ballistik-Kalkulator und vieles mehr in einem robusten und kompakten Format. Dazu kommt noch der Betrieb mit herkömmlichen Batterien und eine volle Alltagstauglichkeit, die das Gerät abrunden. Wir persönlich würden den Ballistik Kalkulator nicht benötigen, aber genau dafür gibt es das Foretrex 601 auch für den halben Preis ohne.

Erhältlich ist das Foretrex 701 mit Kalkulator für 599,99 € beim TACWRK, wo Ihr auch andere Geräte von Garmin bekommen könnt.

TACWRK im Internet: https://www.tacwrk.com

GARMIN im Internet: www.garmin.com