Blast from the past! Weltkrieg heißt das, wenn versucht wird, alles kaputt zu machen. Damit das klappt, schreibt man auch kluge Handbücher. Der, der das macht, macht das natürlich geheim. Deswegen sagt man Geheimdienst zu ihm. So gefühlte 100 Jahre später wird das dann öffentlich gemacht. Dann kann man staunen, denn dieses kleine US-Handbuch sollte Saboteure im Zweiten Weltkrieg dazu inspirieren, Sachen zu zerstören.

Die Tipps, so geheim sie sind, sollten in die Feindesgebiete durchaus mit Radio ausgestrahlt werden. Da geht es gegen Schmierungen und Dampfmaschinen, Treibstofflagerung und Fabriken. Jeder, dort wo er kann. Gewisse Sachen wirken heute skurrile, wie etwa, wenn beschrieben wird, wie Telefonnetze aus den 1940er Jahren gestört werden sollen. Ungebrochen aktuell: wie man den Büroalltag sabotieren kann, etwa durch endlose sinnlose Diskussionen (wir sind, vermuten wir, schon so manchem Saboteur begegnet).

Apropos Sabotage, wer die deutsche Übersetzung nicht braucht und auch nicht den historischen Kommentar im Buch: Das Original der Broschüre gibt es direkt bei der CIA HIER frei zum Anschauen. 

Das kleine Sabotage-Handbuch von 1944: Die besten Tricks des amerikanischen Geheimdienstes im Kampf gegen Hitler“, US Office of Strategic Services, Rowohlt Verlag, 2018, 112 Seiten, Euro 8,–