Grundsätzlich kann gesagt werden, dass den meisten der in Deutschland ausgebildeten taktischen Ersthelfern einer der beiden folgenden Algorithmen vermittelt wird. Ist die Ausbildung eher militärisch orientiert, so kommt häufig der Algorithmus MARCH zur Anwendung. Im polizeilichen Bereich setzt sich immer mehr die Vorgehensweise nach CABCDE durch. Prinzipiell ähneln sich beide Varianten und verfolgen dasselbe Ziel. Die zu treffenden Maßnahmen sind nahezu deckungsgleich.

Als Abweichung kommt mitunter auch die Vermittlung eines Algorithmus verkürzt auf CABC in der Praxis vor, abhängig von der Vorbildung der Lehrgangsteilnehmer und dem zeitlichen Unterrichtsumfang.

Beiden Algorithmen ist gemeinsam, dass ihnen zwingend die dringendste Erstmaßnahme in einem Anschlagsfall oder Feuergefecht vorgeschaltet ist: die Ausschaltung der Gegner, nennen wir sie nun „Feindkräfte“, „bewaffnete Störer“ oder „Terroristen“. Erst durch die möglichst unmittelbare Bekämpfung des bewaffneten Gegenübers wird das sichere Arbeitsumfeld für weiterführende lebensrettende Maßnahmen geschaffen. Diesem Umstand trägt das Konzept des TCCC Rechnung.Tactical Survival Concepts im Internet: http://tacsurv.de

Die Serie „Mit harten Bandagen“ hier auf SPARTANAT:

Mit harten Bandagen (1): Taktische Medizin im zivilen Kontext

Mit harten Bandagen (2): Tactical Combat Casualty Care/Tactical Emergency Medical Support

Mit harten Bandagen (3): Die Vorgehensweise

Mit harten Bandagen (4): Die drei taktischen Phasen

Mit harten Bandagen (5): Taktische Ersthelfer

Tactical Survival Concepts im Internet: http://tacsurv.de

Der ganze Artikel von Mario Novak ist erschienen im Buch „Schnittstelle Rechtsmedizin: Polizei – Rettungsdienst“. Hier erhältlich: