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Wann wird man schon „auf ein Gewehr“ eingeladen? Viel zu selten, meinen wir … Markus Königsberger ist versierter IPSC Schütze, Waffenbegeisterter und Schmeisser-Vertreter in Österreich. Dass er zu der Marke steht: ganz klar. Das ihn die Marke Schmeisser unterstützt: großartig. Markus war eingeladen nach Krefeld in die Schmeisser-Zentrale um sich sein eigenes Sportgerät zu bauen. Gemeinsam mit Schmeisser-Techniker ist so in einem Tag Handarbeit ein unverwechselbares Original entstanden.

Aber nicht nur das: Markus wurde auch zum zertifizierten Schmeisser Armorer ausgebildet und ist damit der erste in Österreich. Er wird hier auch verantwortlich sein für die Ausbildung weiterer Schmeisser Armorer. Hier begrüßt der Chef persönlich: Thomas Hoff freut sich über den Besuch von Markus in Krefeld. Der hat auch gleich das richtige T-Shirt an, Schmeisser Logo groß im Hintergrund. Na logo! Markus und Thomas verbindet nicht nur das Geschäftliche, sondern auch eine wahre Freundschaft. Diese Schönheit ist der Grund des Besuches. Eine echte Schmeisser, individuell konfiguriert und in einer Farbe, die erst auf der IWA 2017 vorgestellt wurde. Wir finden „Thunder“ sehr ansprechend. Aber das ist nicht das Kriterium: der Sportschütze hat sich bei diesem Modell AR15 M5 Dynamic L in der Austria Version für eine Lauflänge von 16,75 Zoll entschieden.

Der schlanke Free Float Handguard ermöglicht Dank KeyMod das einfache, formschöne Anbringen unterschiedlicher Zubehörteile. Ein leichter Skelettschaft von Toni System mit weicher Neoprenauflage ergänzt seine Schmeisser AR15. Das richtige Werkzeug ist die halbe Arbeit. Bei der Montage hilft es außerordentlich und sorgt für ein perfektes Ergebnis, eine Waffe, bei der alles sitzt und hält. Aller Anfang ist der Upper. Der wird hier mit einer speziellen Halterung in den Schraubstock gespannt, dann kann das Individual-Projekt beginnen. „Einmal mit Profis arbeiten“: an diesem Tag bei Schmeisser wurde dieser Wunschtraum wahr … Die erste Feder in diesem Uhrwerk namens Gewehr ist die vom Forward Assist. Der Experte erklärt die kleinen Tricks – und wo man wie richtig schmiert. Der erste Pin am AR15 befestigt den Forward Assist. Lasset die Spiele beginnen … Dann kommt die Staubschutzklappe über die Auswurföffnung und die Montage wird gewechselt. Ein spezielles Teil im Gehäuse verhindert, dass dieses gequetscht oder verwunden wird. So kann dann schon der Lauf angesetzt werden. Aber das ist für uns noch mehr Arbeit als für deutsche Schützen. Denn die Waffe ist eine Österreich-Version, die sich von der deutschen Ausführung durch ein paar Eigenheiten unterscheidet: zwei Pins, die händisch gesetzt werden müssen, und einmal Verschlusswarze vom Verschluss abtrennen.

Warum? Der Gesetzgeber will es so … (und weil deutsche Waffen das nicht haben, gelten sie in Österreich übrigens als „Kriegsgerät“, was eine fiese Falle für unwissende Sportschützen ist). Dieser Mehraufwand ist auch der Grund, warum ein Schmeisser Gewehr in Österreich mehr kostet als in Deutschland. Aber mit der richtigen Bohrung wächst zusammen, was zusammen gehört … … und der Techniker zieht hier persönlich fest an, so dass der freischwingende 16,75 Zoll Schmeisser Lauf solide im Upper sitzt. Zwischendurch findet eine Prüfung des Drehmoments statt.Und dann geht es eigentlich schon zu den Kleinteilen, die in diesem AR15 System verbaut werden. Das Gasdruckrohr wird im Gasblock verstiftet. Beide zusammen sorgen dafür, dass der Druck den Verschluss wieder zurücksetzt, und die Waffe damit im Zusammenspiel mit der Abzugsgruppe halbautomatisch funktioniert. Wie baut man das richtig symmetrisch ein? Indem man die Rail als Orientierungshilfe nimmt. Der Techniker kontrolliert von vorne und zieht gleichzeitig an, so dass der Gasblock richtig sitzt. An das „gute Ende“ kommt der neue Schmeisser NoRec Kompensator ran. Natürlich genau mit Distanzringen so angesetzt, dass die Öffnungen rechts und links waagrecht zeigen. Damit ist die obere Hälfte der Waffe fertig. Und schaut auch schon ausgesprochen hübsch aus … Mit dem Lower geht es weiter: links ein altes Modell, das nur von der linken Seite (aus Sicht des Schützen) bedient werden kann. Rechts ein neues Unterteil, das beidseitige Bedienbarkeit von Bolt Catch und Mag Release ermöglicht. Jetzt bei Schmeisser serienmäßig … übrigens ohne zusätzliche Kosten. Und alte Lower können auf das neue System adaptiert werden. Erster Teil am Lower: der Bolt Catch wird montiert. Das untere Gehäuse ist wieder auf einer Spezialmontage eingespannt. Dann kommt der Magazinauswurf (unter dem Bolt Catch) und die Abzugsgruppe wird komplett fertig eingebaut. Die Abzugsgruppe ist ein Schmeisser Dynamic Drop-In Trigger und zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine sehr leichten, aber spürbaren Druckpunkt hat mit schnellem Reset hat und ideal für Sportschützen ist. Für Techniker ist sie auch super, weil sie als Ganzes extrem leicht zu montieren ist. Der Trichter ist für Markus, damit er das Loch leichter findet. Das Toni System Magwell erleichtert es dem Sportschützen einen schnelleren Magazinwechsel durchzuführen, weil er nicht so genau darauf achten muss, wo er das neue Magazin ansetzt. Es gleitet sozusagen fast von selbst hinein … Was vorne der Lauf, das ist hinten der Schaft. Das Modell Toni System Stock ist extrem leicht und schmal und hat so wieder deutliche Vorteile für den Sportschützen. Ob beim neuen Toni alles gerade sitzt, hier überprüft es Markus selbst.Hier eine ganze Gruppe Österreicher. Am Verschluss muss eine Warze entfernt werden, hier bei allen geschehen. Dann wird neu brüniert. Und einer davon findet sein Weg in Markus neues Gewehr. Hier kommt noch der Repetierhebel mit der Verschlussgruppe in die Waffe. Und eigentlich ist das Gewehr damit fertig. Heiß! Das erste Mal in der Werkstatt die fertige Waffe in den Anschlag nehmen: Markus prüft kritisch und ist begeistert! Beste Schmeisser-Technik, beste Arbeit von Schmeisser-Techniker. Die ersten Schüsse fallen am firmeneigenen Schießstand: damit wird ad hoc überprüft ob die Waffe nach der Montage standhält. Tut sie. War auch nicht anders zu erwarten. (Im Video oben seht ihr diese Testschüsse und auch den Ersten Testlauf von Markus an der Waffe.)Aber noch ist die neue Schmeisser nackt. Am Computer wird jetzt die Beschriftung erstellt. Dann kommt der Laser zum Zug. Korrekt gesehen, die Auflage ist aus Lego gebastelt. Auch große Männer spielen gerne damit … Fertig beschriftet: nachdem alles passt, kann die Waffe jetzt zum Beschussamt, wo sie ausnahmsweise mit dem Namen des neuen Besitzers registriert wird, Markus 2. Das nennt man Individualität … Letztes Mal bohren: in Österreich darf der Lauf nicht wechselbar sein, also müssen Upper und Lauf fix verstiftet werden. Ein großartiger Tag geht zu Ende. Markus mit seiner neuen Waffe, der Schmeisser-Techniker mit dem Produkt seiner Arbeit. Beide zufrieden und glücklich. Es war extrem spannend mit Experten aus dem Hause Schmeisser gemeinsam zu montieren, weil er dabei viele Tricks und Kleinigkeiten aus seinem Erfahrungsschatz verraten hat, die das Gerät letztendlich wie ein Uhrwerk laufen lassen. Da liegt das gute Stück (u.) und dann alle ab zum Beschussamt. Von dort kommt das AR15 M5 Dynamic L in der Austria Version dann nach Österreich. Das Warten lohnt sich …

RANGE IS CLEAR im Internet: www.rangeisclear.com

SCHMEISSER im Internet: www.schmeisser-germany.com