Heute und bis  zum 17. März findet in den Tuxer Alpen in Tirol bereits zum achten Mal die „Edelweiss Raid“ satt, der härteste Wettkampf für Gebirgsjäger weltweit.  Hier wird den Teilnehmern alles an militärischem und alpinen Können abverlangt. Neben einer Wegstrecke von mehr als 40 Kilometer und der Bewältigung von mehr als 4.000 Höhenmetern im Aufstieg sind mehrere fordernde militärische Stationen zu meistern. Dieser Wettkampf führt die Teilnehmer bis an ihre physische Leistungsgrenze.

Internationale Beteiligung

Neben Mannschaften aus Österreich stellen sich auch Soldaten aus Belgien, Deutschland, Großbritannien, Italien, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland und der Schweiz der Herausforderung. Mit Mannschaften aus zehn Nationen erfreut sich die achte Auflage der „Edelweiss Raid“ 2017 so großer Beliebtheit wie noch nie zuvor. Das breite Starterfeld führt die besten Gebirgssoldaten nach Tirol und garantiert Spannung bis zur Ankunft des letzten Teams. Nicht zu Unrecht wird die „Edelweiss Raid“ auch als „Weltmeisterschaft der Gebirgstruppen“ bezeichnet. HIER geht es zum EWR Live Blog. 

Marschstrecke und Stationen

Die Strecke führt die Soldaten vom Lager Lizum über das Klammjoch zum Lizumer Reckner, wo nach der Abfahrt in den Talboden Lizum erneut aufgestiegen wird, bis dann das Nachtlager im Biwak am Mölser Hochleger bezogen wird. Der zweite Tag führt die Teilnehmer zurück über das Klammjoch und Schotteben auf die Torspitz und weiter über die Eiskarspitze auf die Hippoldspitze von wo aus in die Melang abgefahren wird und nach erneutem Auftstieg das Ziel Lager Lizum erreicht wird.

Umfangreiches Sicherheitsmanagement

Der hochalpine Charakter dieses Wettkampfes erfordert ein umfassendes Sicherheitsmanagement mit klaren Maßnahmen zur Reduktion des Risikos für alle Beteiligten. Militärische Alpinspezialisten beobachten während des gesamten Wettkampfes die Wetter- und Lawinensituation. Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, stellt das Bundesheer auch alpinbewegliches Sanitätspersonal und ein Notarztteam. Weitere Sicherheitsfaktoren stellen der hohe Ausbildungsstand und die alpine Qualifikation des auf der Strecke eingesetzten Personals sowie die hohe physische und psychische Leistungsfähigkeit der Wettkämpfer dar. Das digitale Funksystem BOS-Austria garantiert eine ständige Verbindung zu den Trupps sowie die Möglichkeit, diese in Echtzeit auf einer digitalen Lagekarte zu verfolgen.

Veranstaltet wird die „Edelweiss Raid“ vom Kommando Gebirgskampf, dem nationalen und internationalen Know-How- und Force Provider im Bereich Gebirgskampf und Gebirgsausbildung. Zudem ist das Kommando Gebirgskampf führend in der europaweiten Ausbildungskooperation „Mountain Training Initiative (MTI)“. Das Ziel der MTI ist es, eine einheitliche militärische Gebirgsausbildung für alle teilnehmenden Staaten sicherzustellen. HIER gibt es den Info-Folder zum Kommando Gebirgskampf: info_folder_KdoGebKpf

Siegerehrung im Lager Lizum

Den Schlusspunkt des Wettkampfes bildet die feierliche Siegerehrung. Diese findet am Donnerstag, den 16. März 2017 ab 19:00 Uhr, im Lager Lizum auf über 2.000 Metern Seehöhe statt. Dort werden nach zwei entbehrungsreichen Tagen die drei besten Mannschaften mit Trophäen ausgezeichnet. Jeder Teilnehmer, der den Wettkampf beendet, erhält sein persönliches Abzeichen der „Edelweiss Raid“ – zur Erinnerung an die erbrachte Leistung und als Ansporn in zwei Jahren wieder zu kommen. (Text & Bild ÖBH)

Mehr zum Wettkampf: www.bundesheer.at/edelweiss-raid

Den Wettkampf aktuell mitverfolgen: 

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Rückblick: das war der Edelweiss Raid 2015