Jason McCarthy, der Gründer von GORUCK durfte während seiner Zeit bei den Army Special Forces (Green Berets) viele Rucksäcke ausprobieren. Aber irgendwie hat immer etwas gefehlt, weswegen er sich entschloss, seinen eigenen Rucksack zu entwerfen. So entstand der GR1, das Flagschiff von GORUCK. Ilhan hat es persönlich im Einsatz und zieht Bilanz.

Der GR1 hat ein sehr schlichtes, minimalistisches Design. Jason selber hat gesagt, dass es sein Ziel war, den Entwurf auf die essentiellen Elemente zu beschränken. Außerdem sollte es die Möglichkeit geben, den Rucksack je nach eigenen Vorlieben zu modifizieren. Deswegen hat der GR1 keinen Schnickschnack, keine äußeren Taschen und auch keine Markenlogos, die von außen sichtbar sind. Durch dieses minimalistische Design eignet sich der GR1 auch zum Einsatz im Büroalltag, denn durch das nicht sehr taktische Aussehen ist die Wahrscheinlichkeit, ungewollte Blicke auf sich zu ziehen, niedriger. Was aber nicht fehlen darf ist das Velcro vorne am GR1, das stylistisch wie eine angreifende US-Fahne (reverse oder charging Flag) gehalten ist.

Der GR1 besteht aus 1.000D Cordura-Material, das sehr fest und verschleißsicher ist und Anwendung im militärischen Bereich findet (military grade). Der Boden ist sogar aus balistic-grade Cordura, was die Festigkeit noch einmal erhöht. Durch die Verwendung von Cordura wird der Rucksack zwar nicht wasserfest, aber extrem wasserresistent. Mein GR1 blieb innen sogar bei starken Regen trocken, und weder mein Laptop noch irgend etwas anderes wurde nass. Der GR1 beeindruckt nicht nur durch seine sehr hohe Verarbeitungsqualität, z.B. durch den Einsatz von Reißverschlüssen sehr hoher Qualität, sondern durch ganz viele kleine Details, die zeigen, dass sich die Jungs und Mädels von GORUCK sehr viele Gedanken gemacht haben.

So sind z.B. die Schultergurte und der Rückenteil sehr gut gepolstert und passen sich mit der Zeit an den Tragestil und die Anatomie des Trägers an. Alle Nähte sind von sehr hoher Qualität.Der Griff am oberen Teil des GR1 ist bombenfest angenäht. Im Notfall kann dadurch der Träger des GR1 in Sicherheit gebracht werden. Der Griff eignet sich auch so ganz gut zum tragen, auch bei schwerer Beladung.

Das zusätzlich gepolsterte Laptopfach ist so angebracht, dass es nicht geöffnet werden kann, wenn der GR1 getragen wird. Das heißt man muss sich unterwegs keine Sorgen machen, dass jemand unbemerkt das Fach öffnen und den Laptop klauen könnte. Durch das außen angebracht MOLLE-System lässt sich der GR1 sehr gut modifizieren.

Das Laptopfach kann auch als Tasche für das eigene Hydrationssystem (z.B. eine Source Bladder) genutzt werden. Durch die schlaue Konstruktion lässt sich der jeweilige Schlauch auch so durch den Rucksack fädeln, dass keine Tasche offen bleiben muss, nichts in den Rucksack gelangt, aber das Hydrationssystem trotzdem optimal geschützt ist.

Die Haupttasche ist sehr groß und lässt sich komplett öffnen, sodass das Befüllen des GR1 sehr einfach wird. Auch hier haben sich die Macher an ihr Prinzip „less is more“ gehalten, weswegen sehr viel hineinpasst.

FAZIT: Ich muss ehrlich sagen: ich bin beeindruckt vom GR1. Ich hatte meinen zum Bergsteigen und Wandern dabei, außerdem hat er drei GORUCK Events mitgemacht. Ich habe ihn durch Dreck, Sand und Schlamm gezogen, komplett durchnässt, und noch auf viele andere Arten geschunden…und mein Rucksack sieht immer noch aus wie neu. Auch bei schwerer Beladung ist der GR1 noch angenehm zu tragen, die Nähte halten das aus. Ich hatte bis zu 30 kg für mehrere Stunden in meinem GR1, und ich kenne Leute, die noch viel mehr in ihren hatten. Am wichtigsten ist aber, dass der GR1 von Soldaten in SOF-Einheiten täglich im Einsatz verwendet und getestet wird.

Zu haben ist der GORUCK GR1 HIER (leider nur als Import aus den USA). Mit $295 ist der GORUCK GR1 zwar etwas teuer, aber gute Sachen kosten nun mal. Der GR1 ist von sehr hoher Qualität und extrem robust. Außerdem gibt es eine lebenslange Garantie mit dem SCARS-Programm von GORUCK. 

Special THX an Ilhan für diese Review