Der Padded Sling von Viking Tactics ist bereits jetzt schon ein echter Klassiker, für die die noch nicht in der Lage waren den Sling zu testen haben wir einen schon längst überfälligen Blick auf dieses System geworfen. Das Prinzip des VTAC Sling wurde von Schießausbilder Kyle E. Lamb (oben im Bild) aus den amerikanischen SOF Kräften übernommen, dort war es schon vor Jahrzenten Gang und Gebe sich Schießriemen aus Teilen alter ALICE Rucksäcke beim Rigger der Einheit bauen zu lassen.

Beim VTAC Sling handelt es sich in seiner Basisvariante um einen Zweipunkttrageriemen mit einer Metallvorrichtung, die es erlaubt den Trageriemen schnell auf den Nutzer anzupassen und ihn bei Bedarf weiter oder eben enger zu stellen. Die Grundeinstellung des Sling wird jeweils vorne und hinten über zwei Plastikstege vorgenommen, hier sollte der Nutzer einige Zeit aufbringen um die für ihn richtige Einstellung zu wählen. Danach wird der Sling an der Schulterstütze und am Handschutz befestigt.

VZAC_sling_2Der Anwender legt den Sling nun auf seiner starken Seite über seinen Nacken und lässt ihn unter dem Arm seiner unterstützenden Hand verlaufen. Jetzt sollte die Waffe frei beweglich sein und einen durch den Sling leicht unterstützten Anschlag ermöglichen. Bei konventionellen Slings besteht nun das Problem, dass sobald der Schütze beide Hände benötigt die Waffe frei umherbaumelt und ihn bei seinen Tätigkeiten behindert.

VZAC_sling_3Beim VTAC Sling verläuft auf der mit dem Lauf verbundenen Seite das übrige Ende des Gurtbands durch eine Ratsche, zieht man an der Überlänge ist es möglich den Sling enger zu stellen und nun die Waffe vorne oder seitlich am Oberkörper zu fixieren.

VZAC_sling_4Dieses Prinzip lässt sich auch in einer Rückentrageweise der Waffe anwenden, in der der Schütze nun die Möglichkeit hat abzuknien, ohne dass der Lauf der Waffe verunreinigt wird. Zieht man an dem an der Ratsche befestigten Paracord löst sich der Sling und der Nutzer kann sofort wieder in den Anschlag gehen.

VZAC_sling_5Eine Möglichkeit den Sling als Schießriemen zu verwenden besteht natürlich auch. Hierzu wird der Sling im Anschlag etwas enger gezogen, wir empfehlen hier unbedingt die Schießlehrgänge von Fachautor und Ausbilder Oliver Falk bei Viking Tactics Germany, dort werden viele verschiedene Anschlagsarten und Nutzungsmöglichkeiten des VTAC Slings ausgebildet, die hier den Umfang dieses Reviews sprengen würden.

Damit die eventuelle Überlänge des Slings, gerade bei kleineren Anwendern, nicht stört bietet der Trageriemen die Möglichkeit diese mit einem am Ende angebrachten Klettband zu verstauen.

Der VTAC Sling ist in einer gepolsterten und einer ungepolsterten Version erhältlich, hier entscheidet zwar auch der individuelle Geschmack, jedoch bietet das Polster eine gute Orientierungshilfe bei „blinden“ Umgang mit dem Gurt.

FAZIT: Ja, One Point Slings sind anfangs bequemer und erfordern weniger Beschäftigung mit dem Trageriemen an sich. Der VTAC Sling ermöglicht jedoch einen sichereren Umgang mit der Waffe und vereinfacht viele Abläufe. Wir können jeden, der dieses System noch nicht getestet hat, nur ans Herz legen es einfach einmal auszuprobieren. Es gibt unter den Riemen auch viele Nachamer, doch der VTAC Sling ist und bleibt das Original.

Den VTAC Sling gibt es in Deutschland bei VTAC Germany: den VTAC Original Gewehrriemen MK1 um Euro 44,95, den VTAC gepolsterten Gewehrriemen MK2 um 54,95 Euro. Es gibt auch den VTAC Wide Padded Sling (Upgraded). In Österreich ist der 5.11 VTAC 2 Point Sling bei BLACK SHADOW um Euro 39,95 zu haben.

Ein Video sagt mehr als 1.000 Worte: Kyle Lamb erklärts einen Sling.