In letzter Zeit sieht man international bei Special Operation Forces einen Kopfschutz immer stärker auftauchen: den Ops-Core FAST Helmet. FAST steht dabei für „Future Assault Shell Technology“, die produzierende Firma ist Ops-Core. Den Helm gibt es in drei Ausführungen: als ballistischen Helm (leicht erkennbar, weil er keine Löcher in der Shell hat), aus besonders leichtem Karbon gefertigt (Löcher in der Shell, montierte VAS Shroud) und den hier zu sehenden Ops-Core FAST Base Jump Helmet (aus Kunstsstoff, Löcher im Dach, NVG Mount angegossen).

Hier seht ihr die wesentlichen äußeren Erkennungsmerkmale dieses Helms auf einen Blick: Die Shell ist aus Polycarbonat, der NVG Mount ist angegossen, beachte die Form der Lüftungsöffnungen. Rechts unten sind die typischen Rails zusehen – FAST-ARC genannt–, durch die Ops-Core ursprünglich bekannt wurde. Die ARCs gibt es nämlich in einer extra Ausführung um den MICH Helm nachzurüsten. Sie sind außerordentlich praktisch zum Befestigen von Zubehör von der Kamera bis zum Helmlicht, etwa dem Princeton Tec MLPS.

Frontale Ansicht: die Befestigung für den Arm eines Nachtsichtgerät ist angegossen, am Boden ist das FAST Logo zu sehen. In der Hand halten wir das mitgelieferte Montageplättchen. Das Mount ist für die Standard USGI Montageplatte ausgelegt, somit kann zum Beispiel der Rhino Arm für ein PVS7 oder 14 montiert werden oder eventuell auch eine Helmkamera (z.B. GoPro). Von Wilcox und Norotos sind aber jeweils weitere NVG-Arme erhältlich für alle möglichen Nachstsichtgeräte.

Für die ARC Rails (li.) gibt es auch verschiedene Montageschienen: die zwei hier – einmal Picantinny Adapter und einmal Wing-Loc Adapter – kommen mit dem FAST Helm, wenn man ihn kauft. Unter dem NVG Mount (re.) sieht man die zwei Sicherungsriemen für das Nachtsichtgerät. Diese Bungees sind standardmäßig verbaut. Sie kommen von der Vorderkante des ARC und werden, wenn nicht benötigt, an der Unterseites des NVG Mount eingehakt, wo es dafür eine extra Öffnung gibt.

Klett hinten am Helm kommt serienmäßig mit. Über den ARC Bögen recht und links sind nochmals zwei Klettflächen in der Dimension zweier amerikanischer Fahnen (um ein naheliegendes Anwendungsbeispiel zu verwenden). Unter dem Helmrand sieht man ein Drehrad mit Blitzsymbolen. Über den Occ-Dial kann das Gurtsystem des Helms mit wenigen Drehungen enger oder weiter gestellt werden.

Das kommt mit, wenn man zum Ops-Core FAST greift: die Pads  in 1/2 und 3/4 zölliger Größe, zwei davon (re. im Bild) sind Seitenpads. Oben sind die zwei erwähnten Mounts für die Rails zusehen.

Das Innenleben erklärt sich besser geblitzt: hier sieht man die zwei nötigen Pads jeweils an der „Schädeldecke“ eingesetzt. Die Polsterung vorne ist fix, hinten am Helm ist der Occ-Dial zu sehen. Die Riemen entsprechen denen, die Ops-Core auch extra als Riemenset für den MICH verkauft. Quer um den ganzen Helmradius geht eine Kunststoffeinfassung, die vorne an der Stirn mit einem gut gepolsterten Schweißleder versehen ist.

Diese Einfassung ist vorne an der Stirn mit zwei Bolzen (naja, eher Bölzchen) fixiert. Durch drücken zur Mitte hin löst man sie: dann kann die Kuststoffeinfassung rausgehoben werden. Sinn und Zweck: Ihr könnt jetzt Eure Comtacs einsetzen. Die Bügel verlaufen zwischen den Pads im FAST durch. Die wieder fixierte Einfassung hält die Comtacs im Helm, auch wenn ihr beides gemeinsam absetzt.

Die Comtacs – hier im Bild ein TCI Liberator Headset – fügen sich exzellent in die Gestalt des Helms ein. Die Riemen passen schön drüber.  Bei diesem Model haben wir aber doch feststellen müssen, dass die Kabel, die man links oben aus den Comtacs kommen sieht, nach Aufsetzen des Helmes leicht drücken. Man muss mit den Fingern etwas nachhelfen … (Könnte aber sein, dass es sich beim Testhelm um ein M/L Exemplar handelt und wir eher L/XL gebraucht hätten.)

FAZIT: Der Ops-Core FAST Base Jump Helmet ist ein prächtiges Stück Gear: Man nimmt ihn in die Hand, setzt ihn auf und hat sofort das Gefühl: „Wow, so kann ein Helm auch sitzen!“ Das Polsterunsgsystem zusammen mit dem Ops-Core Riemen ergibt einen prächtigen sitz. Sehr vereinfachte gesagt ist der Base Jump Helmet mit seiner Kunststoffschale eine Art ProTech mit einem vernüftigen Polsterungs- und Riemensystem, wie es moderne Fahrradhelme längst haben –und das zu einem amerikanischen Preis von 239 Dollar. Äußerst funktionell sind auch die FAST-ARC Rails, die es ermöglichen Zubehörer leicht am Helm zu montieren. Das alles zusammen lässt es leicht nachvollziehbar werden, warum der FAST Helmet bei so vielen Spezialeinheiten plötzlich zu sehen ist.

Den Ops-Core FAST Base Jump Helmet gibt es in international um rund 250 Dollar..